Von Mozarts Kresse und Bio-Beize

Kann man Kresse schneller wachsen lassen, wenn es leise ist? Oder wenn die Autobahn beständig rauscht? Oder wenn das Herbstlaub raschelt? Auch über Mozart-Beschallung wurde diskutiert, diese aber noch nicht ausgetestet.

Kann man Baumwollstoffe und Polyesterstoffe biologisch färben? Wie muss man die Farbe dann fixieren? Klappt das auch mit biologischer Beize aus Essig?

Wird ein Zugunfall verhindert, indem man Magneten gegen die Kollissionskräfte anwendet? Ab welcher Feldstärke wird der Magnetismus zum Problem, weil er auf Zug und Gleise wirkt?

Mit solchen Fragestellungen haben sich Joe, Freya, Cornelius, Jule und Marvin aus der 5. und 6. Klasse beschäftigt: Es wurden Messgeräte angeschafft, Versuchsreihen unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt und Ergebnisse protokolliert. Die Projekte waren aufwändig, aber in vielerlei Hinsicht auch erfolgreich und führten zu interessanten Ergebnissen sowie neuen Fragestellungen: "Beim nächsten Mal würden wir nicht nochmal Essig verwenden, sondern eine andere Beize, um zu einem biologischen und überzeugenden Ergebnis zu kommen," überlegt Freya.

Am Ende gab es Urkunden und Preise von Jugend forscht: Schüler experimentieren, dem wohl bekanntesten Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften für die jungen Forscher*innen. Normalerweise wären alle fünf zu einer eigenen Veranstaltung eingeladen worden, aber wegen Corona fand die Übergabe im Klassenzimmer statt.

Einen Sonderpreis samt einer ordentlichen Geldsumme gab es dann auch noch: Der Versuch, Kleidungsstoffe biologisch bewusst und nachhaltig zu färben erhielt den Sonderpreis für "Nachwachsende Rohstoffe" für Jule und Freya. Der 3. Platz in der Sparte Technik ging außerdem an die Kollisionsvermeidung durch Magnetismus von Cornelius.

"Das Experimentieren hat den Schülern Spaß gemacht", erinnert sich Sarah Rettner, die als Lehrkraft die Schüler*innen im Wahlfach betreut hat, "aber es war auch wissenschaftlich wirklich anspruchsvoll, alle Versuche und Ergebnisse mussten kurz nach Weihnachten als Berichte an Jugend forscht eingereicht werden, das war für die Schüler eine echte Herausforderung." 

Dafür hat sich die Arbeit wirklich gelohnt. Herzlichen Glückwunsch an die jungen, klugen und innovativen Köpfe!

Und auch kommendes Jahr gibt es eine weitere Runde, daher freuen wir uns, wenn wieder viele im Wahlfach "Schüler experimentieren" mitmachen und gewinnen.

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