Keiner weiß warum, aber alle machen mit!

 

Lotta Zeus (8a) spielt einen jungen Mann, auf der Suche nach der Abgrenzung zwischen Männern und Frauen. Er findet schlussendlich heraus, dass diese Grenze wohl der männliche Humor ist, worauf eine junge Frau (Valentina Heubeck, 8a) ihm entgegenhält: „Blondinenwitze sind nur deswegen so kurz, damit auch Männer sie verstehen können.“

Auch Iota, gespielt von Angelina Fechter (8c), ist auf der Suche nach der Wahrheit. Sie spricht mit einem Schokoriegel, in dem sie, wie in der Werbung versprochen, das „süße Gläschen Milch und den putzigen Schokoriegel" vermutet und sich zunehmend darüber empört, dass sich die beiden nicht mit ihr unterhalten wollen. Selbst dann nicht, als sie ihren "ärgsten Feind", den Zahnputzkaugummi "Extra" hervorholt, um die beiden zum Reden zu zwingen.
Klar könnte man denken, dass es absolut absurd wäre, das, was in der Fernsehwerbung dargestellt wird, für bare Münze zu nehmen, auf der anderen Seite ist es Realität, dass „Leute die Darsteller von Arztserien anschreiben, um einen ärztlichen Rat ersuchen.“ 

 

 

Den Zuschauern wird in ironischen und slapstickartigen Szenen und Dialogen vor Augen geführt, dass es durchaus Parallelen zwischen dem absurden Theater und dem „richtigen Leben“ gibt, mit seinen tausend Fragen, von denen man manche stellen darf, andere wiederum verboten sind. Oder es Dinge gibt, die man unbedingt wissen muss, auch wenn sie eigentlich nicht wissenswert sind, sodass eigentlich „keiner weiß warum, aber alle mitmachen!“

Das Stück wurde von den Darsteller*innen der Theaterinitiative „Theatrix“ im Alter von 14-18 Jahren im Jahre 2018 entwickelt und uraufgeführt, um insbesondere Schüler auf absurde Alltäglichkeiten hinzuweisen, an die wir uns alle bereits gewöhnt haben. So zum Beispiel, dass wir oft bereit sind, Dinge wie politische Entscheidungen oder die Institution Schule hinzunehmen, ohne sie zu hinterfragen oder in Zweifel zu stellen. Im gleichen Maße wie wir nicht bezweifeln, dass eine Kiste, die leer ist, wenn sie geöffnet ist, auch leer bleibt, wenn man sie anschließend schließt. 

Oder auch, dass wir akzeptieren, dass beispielsweise „jemand, der möglichst schnell mit einem Auto im Kreis herumrast oder 90 Minuten hinter einem Ball her rennt“ viele Millionen verdienen kann, wohingegen Krankenschwestern und Altenpfleger nach wie vor unterbezahlt sind. 

 

 

Tatsächlich kommt das „eigentliche“ Stück „das Leben“ aufgrund von ständigen Unterbrechungen gar nicht zur Entfaltung, wofür sich Alpha (gespielt von Lucy Scheuerecker), die so etwas wie die Intendantin des angekündigten Stückes zu sein scheint, immer wieder entschuldigt, um am Ende zur Erkenntnis zu gelangen, dass es vielleicht gar nicht darum geht, unser Leben vollends zu verstehen, sondern es einfach zu leben, so „als hätten wir nur eines davon.“

Das Publikum verhielt sich wohl genauso vielseitig wie das Stück angelegt ist, ließ sich immer wieder zu lautem Gelächter und auch mehrfachem Szenenapplaus hinreißen, war aber auch stellenweise so nachdenklich und ruhig, dass man sich einbildete so manchen Groschen fallen hören zu können.

T. Engel

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