Wie eine Kirche

 

Die Klasse 6c besuchte in der Religionsstunde vor den Herbstferien mit ihrer Lehrerin Sabine Hausner die Paramentik, die nur wenige Schritte von der Laurentiuskirche und dem Schulgebäude entfernt ist.

„Das sieht ja wie eine Kirche aus“, bemerkte die Klasse. Das Gebäude war früher im 19. Jahrhundert tatsächlich der erste Betsaal für die Diakonissen, der aber schnell zu klein wurde für die wachsende Zahl der Frauen, die Diakonisse werden wollten. Heute beherbergt der Betsaal eine Werkstatt, in der für den kirchlichen Bedarf gewebt, genäht und gestickt wird.
Beate Baberske, die Leiterin der Paramentik, zeigte an einem riesigen alten Webstuhl wie diese edlen Tücher für Kanzel, Altar und Lesepult entstehen. Die Schülerinnen und Schüler der 6c waren sehr interessiert und hatten viele Fragen, sie staunten über den uralten Webstuhl und die supermoderne Stickmaschine, die in sekundenschnelle das Motiv aus dem Computer in den Stoff stickt, während es am Webstuhl wesentlich langsamer vorangeht.

 

 

Jede Kirchengemeinde hat Paramente in den fünf liturgischen Farben, die zu den jeweiligen Festen im Kirchenjahr passen, doch weil diese so teuer sind, müssen sie sehr sorgfältig behandelt werden und kommen auch zum Ausbessern in die kleine Werkstatt in Neuendettelsau. Wenn eine Gemeinde sich neue Paramente anschaffen will, besucht die Künstlerin die Kirche mit ihrem Farbköfferchen und überlegt vor Ort, welche Farbe und welches Motiv am besten zum Kirchenraum passt, denn grün ist nicht gleich grün und rot ist auch nicht gleich rot.

Auch die Gewänder der Pfarrerinnen und Pfarrer und das Beffchen entstehen in dieser besonderen Werkstatt, auf die Wilhelm Löhe, der Gründer der Diakonissenanstalt, sicher stolz wäre. In der nächsten Morgenandacht in der Laurentiuskirche werden die Schülerinnen und Schüler der 6c sicher mit anderen Augen auf die Paramente blicken.

S. Hausner

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